21.12.2016

Satzung

Förderverein Mensch–Natur–Umwelt Uckermark e.V.

 

Leitgedanken

Im Wissen um das Verbundensein des Menschen mit der Natur und seiner Umwelt setzt sich der
Förderverein Mensch – Natur – Umwelt Uckermark dafür ein, Räume zu schaffen und zu gestalten,
damit Menschen vielfältige Erfahrungen im ökologischen und sozialen Bereich machen und leben
können.
Unter Beachtung natürlicher Stoffkreisläufe, dem ressourcenschonenden Umgang und der
Wiederverbindung des Menschen mit den natürlichen Lebensräumen, gehen wir neue Wege.
Um lebensfördernde Strukturen wieder aufzubauen, unterstützen wir u.a. Projekte der
Bodenrenaturierung und der Wiederbelebung von industriell landwirtschaftlich genutzten Flächen,
um die Ökobalance im Wasserhaushalt zu verbessern und die Biodiversität zu erhöhen.
Wir fördern innovative, nachhaltige und integrale Lebens- und Wirtschaftsformen sowie Prozesse
der Gemeinschaftsbildung. Das öffnet vielfältige Möglichkeiten zur naturgerechten, sozialen und
ökologischen Nutzung in der Region.
Das Erschaffen einer Permakulturlandschaft ist eine richtungsweisende Möglichkeit die Symbiose
zwischen Natur und Mensch zu vertiefen.
Auf einem gesunden Boden gedeiht gesunde Nahrung und leben gesunde Menschen.
Für die Regenerierung der Erde mit ihren Lebensräumen in Wertschätzung zu allen Lebewesen,
dafür setzen wir uns ein.

§ 1
Name, Sitz, Eintragung, Geschäftsjahr

  • Der Verein führt den Namen Förderverein für Mensch – Natur – Umwelt Uckermark.
    Nach Eintragung in das Vereinsregister führt der Vereinsname den Namenszusatz „eingetragener
    Verein“.
  • Der Verein hat seinen Sitz in 17279 Lychen.
  • Der Verein soll in das Vereinsregister eingetragen werden.
  • Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.
  • Der Verein ist parteipolitisch und religiös unabhängig.

§ 2
Zweck

Zweck des Fördervereins ist:

  • die Förderung des Natur- und Umweltschutzes; (§§ 52.8 der Abgabenordnung).
    Das wird erreicht durch:
    Initiierung, Koordination, Unterstützung, Erarbeitung, Förderung und Realisierung von
    Konzepten, Projekten, Maßnahmen und Programmen, die der Zweckbestimmung
    dienen, insbesondere z.B.

    • der Erschaffung und Erhaltung natürlicher Lebensräume in der Natur mit und
      für Menschen, (z.B. Barfusspfad, Wildkräuterführungen, Bienen u.a.)
    • einer biologisch kleinräumigen landwirtschaftlichen Nutzung, (z.B. essbarer
      Wildpflanzenpark)
    • der Wiederherstellung und Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit durch
      Humusaufbau,
    • der Anpflanzung alter Obstsorten,
    • der Einrichtung von Baumpatenschaften,
    • der Anpflanzung von Bäumen und Hecken.
  • Die Förderung der Volks- und Berufsbildung (§§ 52.7)
    • durch das Anbieten von Erfahrungsräumen in der Natur sowie sozialer
      Lernräume z.B. Schülergarten, Tier- und Pflanzenbeobachtungen mit
      Seminaren und Workshops
    • durch Weitergeben von Erkenntnissen und Lösungen für nachhaltige
      ökologische Projekte und Maßnahme in Seminaren und Workshops (z.B.
      Lehmofenbau u.a.).
  • Die Förderung der Wissenschaft und Forschung (§§ 52.1)
    durch Begleitung, Erforschung und Evaluierung der sozio-ökologischen Vorhaben zu
    Themen wie z.B. Bodenverbesserung, Balance des Wasserhaushalts, der
    Gemeinschaftsbildung, in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Nachhaltige
    Entwicklung Eberswalde (HNEE) u.a.

§ 3
Gemeinnützigkeit

  • Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des
    Abschnitts steuerbegünstigte Zwecke der Abgabenordnung.
  • Der Verein ist selbstlos tätig und verfolgt nicht in 1. Linie eigenwirtschaftlichen Zwecke.
  • Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die
    Mitglieder des Vereins dürfen in ihrer Eigenschaft als Mitglieder keine Zuwendungen aus
    Mitteln des Vereins erhalten.
  • Die Mitglieder dürfen bei ihrem Ausscheiden oder bei Auflösung oder Aufhebung des
    Vereins keine Anteile des Vereinsvermögens erhalten.
  • Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Fördervereins fremd sind, oder
    durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

§ 4
Mitgliedschaft

  • Mitglied des Vereins können werden:
    • natürliche Personen/Menschen
    • juristische Personen
    • öffentlich-rechtliche Körperschaften
  • Über den Antrag entscheidet die Mitgliederversammlung.
  • Die Ablehnung eines Antrags ist dem/der AntragstellerIn mitzuteilen. Die Angabe von
    Gründen kann erfolgen. Ein Rechtsanspruch auf Mitgliedschaft besteht nicht. Die Ablehnung der
    Aufnahme ist nicht anfechtbar.
  • Neben den in Punkt 1 aufgeführten Mitgliedern hat der Verein auch fördernde Mitglieder.
    Diese können sowohl juristische als auch natürliche Personen/Menschen sein.

§ 5
Beendigung der Mitgliedschaft

  • Die Mitgliedschaft endet durch:
    • Tod bei natürlichen Personen/Menschen
    • Löschung von juristischen Personen
    • Austritt eines Mitglieds
    • Ausschluss eines Mitglieds.

    zu c) Bei Austritt ist die Beendigung der Mitgliedschaft dem Vorstand spätestens 3 Monate vor
    Ablauf des Kalenderjahres schriftlich mitzuteilen. Er wird zum Ende des Kalenderjahres wirksam,
    in dem der Austritt erklärt wurde.

    zu d) Der Ausschluss erfolgt, wenn das Mitglied trotz Mahnung länger als 1 Jahr keinen Beitrag
    gezahlt hat. Darüber entscheidet die Mitgliederversammlung.
    Ein Mitglied kann wegen vereinsschädigendem Verhalten durch den Vorstand ausgeschlossen
    werden. Der Vorstand informiert die Mitglieder hierüber innerhalb von 14 Tagen schriftlich. Die
    Zustellung per Email ist zulässig. Der Einspruch hierzu ist zulässig. Darüber entscheidet die
    Mitgliederversammlung auf der nächstfolgenden Sitzung.

§ 6
Beitrag

Der Förderverein erhebt Mitgliedsbeiträge.
Die Höhe wird von der Mitgliederversammlung festgesetzt und gilt bis zu einer
Neufestsetzung. Sie verabschiedet die Beitragsordnung, die Art, Umfang und Fälligkeit der
Beitragsleistungen.
Das Mitglied leistet seine Beiträge entsprechend der Beitragsordnung selbstverantwortlich.

§ 7
Organe des Fördervereins

Die Mitgliederversammlung
Der Vorstand

§ 8
Mitgliederversammlung

    • Eine Mitgliederversammlung ist mindestens einmal jährlich durchzuführen.
    • Die Einladung der Mitglieder erfolgt spätestens 4 Wochen vor dem Termin unter Mitteilung
    • der Tagesordnung in schriftlicher Form.
    Jede ordentlich einberufene Mitgliederversammlung ist beschlussfähig.
  • Die Mitgliederversammlung berät und entscheidet über:
    • Wahl der Mitglieder des Vorstandes
    • der Rechnungsprüfenden
    • Wahl der Wahlleitung
    • Bestätigung des Haushaltsplanes
    • Entlastung des Vorstands und der Rechnungsprüfenden nach deren Berichten
      über das abgelaufene Jahr
    • Satzungsänderungen und die Auflösung des Vereins sowie die Aufnahme und
      den Ausschluss von Mitgliedern entsprechend den §§ 5 und 6
    • Sonstige Angelegenheiten, die nach dieser Satzung oder nach etwaigen
      Beschlüssen der Mitgliederversammlung vorgelegt werden müssen
      (z.B. Rechnungsprüfung durch ein Wirtschaftsunternehmen)
  • Eine außerordentliche Mitgliederversammlung muss vom Vorstand einberufen werden,
    wenn dies im Interesse des Vereins ist oder mindestens ein Viertel der Mitglieder schriftlich
    unter Angabe des Zwecks und der Gründe oder von der Mehrheit des Vorstandes verlangt
    wird.
    Die Einberufung erfolgt durch unmittelbare Benachrichtigung der Mitglieder durch den
    Vorstand. Die schriftliche Einladung muss mindestens 14 Tage vorher abgesendet werden.
  • In der Mitgliederversammlung hat jedes anwesende Mitglied eine Stimme. Grundsätzlich
    wird eine Konsententscheidung angestrebt. Wird kein Konsent gefunden, gelten folgende
    Abstimmungsmodi:
    Die Mitgliederversammlung entscheidet mit einfacher Mehrheit. Bei Stimmengleichheit gilt
    der Antrag als abgelehnt.
    Abweichend hiervon bedürfen Beschlüsse zur Satzungsänderung der Zweidrittel-Mehrheit
    der Anwesenden bzw. der Dreiviertel-Mehrheit der Mitglieder zur Auflösung des Vereins.
  • Wahlen erfolgen durch Handzeichen oder Stimmzettel.
  • Die Mitgliederversammlung wird von einem Vorstandsmitglied geleitet.

 

§ 9
Vorstand

  • Der Vorstand besteht aus der/dem Vorsitzenden, der/dem stellvertretenden Vorsitzenden,
    der/dem SchatzmeisterIn und mindestens einem weiteren Mitglied.
  • Der Verein wird gerichtlich und außergerichtlich durch einen/eine Vorsitzende/n und
    einen/eine stellvertretende/n Vorsitzende/n gemeinsam vertreten.
  • Die Vorstandsmitglieder werden von der Mitgliederversammlung für die Dauer von 2 Jahren
    gewählt. Die Wiederwahl ist zulässig. Sie bleiben im Amt bis ein neuer Vorstand gewählt
    wurde.
  • Das Amt endet mit dem Ablauf der Bestellung oder mit dem Ausscheiden aus dem Verein.
    Eine vorzeitige Abwahl ist nur aus wichtigem Grunde möglich.
  • Der/die WahlleiterIn wird durch die Mitgliederversammlung gewählt.
  • Der Vorstand gibt sich eine Geschäftsordnung.

§ 10
Zuständigkeit und Beschlussfassung des Vorstandes

  • Der Vorstand ist für alle Angelegenheiten des Vereins zuständig, soweit sie nicht durch die
    Satzung der Mitgliederversammlung zugewiesen werden. Er hat vor allem folgende
    Aufgaben:
  • Aufstellen des Haushaltsplans
  • Umsetzen der Beschlüsse der Mitgliederversammlung
  • Erstellen des Jahresberichts
  • Berufung eines Geschäftsführenden und Einstellen von Mitarbeitenden
  • Abschluss von Grundstücksgeschäften und allen Geschäften von grundsätzlicher
    Bedeutung.
    Dabei sind die Mitglieder von der Haftung für einfache Fahrlässigkeit freigestellt.
  • Der Vorstand führt das Protokoll der Mitgliederversammlung. Das Protokoll ist von der/dem
    Versammlungsleiterin und der/dem Schriftführerin zu unterschreiben und muss allen
    Mitgliedern übermittelt werden.
  • Der Vorstand beschließt in eigener Zuständigkeit im Rahmen des Haushaltsjahres über die
    Vorhaben des Vereins.
  • Der Vorstand fasst seine Beschlüsse grundsätzlich in Vorstandssitzungen, die von der/dem
    Vorsitzenden oder bei Verhinderung durch die/den StellvertreterIn unter Einhaltung einer
    Frist von 14 Tagen schriftlich oder mündlich einberufen werden.
  • Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn mindestens Dreiviertel der Vorstandsmitglieder
    anwesend sind. Der Vorstand ist angehalten im Konsent zu entscheiden. Ist dies nicht
    möglich, entscheidet er mit einfacher Mehrheit. Bei Stimmengleichheit entscheidet die
    Stimme der/des Vorsitzenden bzw. des/der sitzungsleitenden Stellvertreterin.
  • Die Beschlüsse sind schriftlich niederzulegen und vom Sitzungsleitenden sowie einem
    weiteren Vorstandsmitglied zu unterschreiben.
    Protokolle der Vorstandssitzungen sind für die Mitglieder einsehbar.
  • Im Fall äußerster Dringlichkeit können 3 Vorstandsmitglieder, von denen eines der/die
    Vorsitzende sein muss, Vorstandsbeschlüsse fassen. Die Dringlichkeitsentscheidung ist
    vom Vorstand in der nächsten Sitzung zu begründen.
  • Der Vorstand kann gewöhnliche Geschäfte des Vereins der/dem GeschäftsführerIn
    übertragen. Dieser wird im Auftrag des Vereins tätig.

 

§ 11
Rechnungsprüfung

Eine/ein Rechnungsprüferin sowie eine/ein Stellvertreterin werden jährlich von der
Mitgliederversammlung gewählt. Sie haben nach eigenem freien Ermessen, spätestens jedoch in
der Zeit zwischen Einberufung der ordentlichen Mitgliederversammlung, die über die Entlastung
des Vorstandes beschließt, und dem Versammlungstermin das Rechnungswesen des Vereins zu
prüfen und den Mitgliedern in der Mitgliederversammlung über das Ergebnis ihrer Prüfung zu
berichten. Der Vorstand ist verpflichtet, auf Anforderung alle zur Prüfung erforderlichen Unterlagen
zur Einsichtnahme vorzulegen. Zusätzlich zur Wahl von Rechnungsprüfern kann die
Mitgliederversammlung auch ein Wirtschaftsunternehmen mit der Rechnungsprüfung beauftragen.

§ 12
Auflösung des Vereins

  • Der Verein kann durch Beschluss einer Dreiviertel-Mehrheit der Mitglieder aufgelöst
    werden.
  • Die Einladung zu einer Mitgliederversammlung, die über die Auflösung des Vereins
    beschließen soll, hat in schriftlicher Form unter besonderem Hinweis auf den Antrag zur
    Auflösung zu erfolgen. Die ordnungsgemäße Einladung gilt als nachgewiesen, wenn der
    Vorstand vor der Mitgliederversammlung eine entsprechende Erklärung abgibt.
  • Wird in der Mitgliederversammlung die Dreiviertel-Mehrheit nicht erreicht, so ist innerhalb
    von 6 Wochen eine erneute Mitgliederversammlung einzuberufen. Der Auflösungsbeschluss
    kann dann mit einer Dreiviertel-Mehrheit der anwesenden Mitglieder gefasst
    werden.
  • Im Falle der Auflösung des Vereins und bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das
    Vereinsvermögen an den Förderverein Feldberg Uckermärkische Seenlandschaft e.V., der
    es unmittelbar und ausschließlich für gemeinnützige Zwecke zu verwenden hat.
  • Es sind 2 Liquidatoren zu bestellen, die gemeinsam vertretungsberechtigt sind.

Lychen, 16.12.2016

André Proetel
1. Vorsitzender
Florian Wiese
2. Vorsitzende
Jana Baumgarten
Schatzmeister
Alexandra Köhler
Schriftführer