28.01.2017

Fachvorträge

Besuch an Begleitvorträgen vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (bmel) in Berlin im Rahmen der Grünen Woche vom 25.01.2017 – 26.01.2017 durch den Förderverein Mensch-Natur-Umwelt Uckermark e.V. als Weiterbildungsanliegen.

Über 600 Gäste besuchten den Bio-Empfang des Dachverbandes Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) auf der Grünen Woche in Berlin.

Zahlreiche Minister aus dem In- und Ausland, Abgeordnete des Bundestags, der Landtage und des EU-Parlaments, Vertreterinnen und Vertreter zivilgesellschaftlicher Gruppen, der Forschung und Presse, Bäuerinnen und Bauern, Händler und Lebensmittelhersteller nutzten die Gelegenheit und kamen im Wahljahr über die Zukunft von Landwirtschaft und Ernährung ins Gespräch.

BÖLW-Vorstandsvorsitzender Felix Prinz zu Löwenstein beschrieb, wie Bio den Umbau der Land- und Ernährungswirtschaft anpackt: „Bio-Bauern, -Produzenten und -Händler bahnen als Pioniere seit vielen Jahren den Weg in eine nachhaltige Zukunft.“ Er beschrieb Bio als wirksames Instrument, um der Umwelt- und Existenzkrise der Landwirtschaft zu begegnen. An die Vertreterinnen und Vertreter der Politik gerichtet, betonte Löwenstein: „Schreiben sie den Öko-Landbau in die Überschriften ihrer Wahl-Programme!“

Bundesminister Schmidt lobt Ehrenamtliche in Dörfern mit Zukunft

Auf der Internationalen Grünen Woche hat Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt die 33 siegreichen Kommunen des Bundeswettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ ausgezeichnet. Schmidt lobte die Aktiven in den Gemeinden: „Der Erfolg des Dorfwettbewerbs wäre undenkbar ohne Ihr Engagement!“

Gutes Leben auf dem Land – die Dorfgemeinschaften hatten der Jury viele Ideen und Konzepte dazu präsentiert. Unterm Strich waren die Ziele oft gleich: die Gemeinschaft im Ort stärken, alltagstauglich sein und das Dorf wirtschaftlich voranbringen.

Engagement – vor allem auf dem Land

Der Bundeslandwirtschaftsminister griff das bei seiner Rede vor etwa 2700 geladenen Gästen auf: „Engagement hat vor allem auf dem Land eine Heimat.“ Der Dorfwettbewerb sei auch eine „Erfolgsgeschichte des Ehrenamts“,

Beispielhafter Einsatz im eigenen Ort

Die Aktiven in einem Dorf hatten zum Beispiel ehemalige Scheunen in Wohnungen für alle Altersstufen umgewandelt. Das legte den Grundstein für gegenseitige Hilfe, etwa bei der Kinderbetreuung oder beim Einkaufen. In anderen Orten bereichern die Menschen das Dorfleben mit ehrenamtlichen Fahrdiensten, einem Multifunktionenhaus, einer von Freiwilligen betriebenen Dorfgaststätte als Begegnungsort oder dem Bau eines Fahrradparcours für Kinder. In einem anderen Dorf stellten Männer und Frauen ein internationales Café auf die Beine, um Zuwanderer in der Gemeinschaft aufzunehmen und willkommen zu heißen.

Zukunftsthema Entwicklung ländlicher Regionen

Schmidt sagte bei der Preisverleihung: „Die Sicherung der Attraktivität unserer Heimat auf dem Land wird und muss ein zentrales Thema der nächsten Jahre werden.“ Mit seinem Ministerium setze er sich daher speziell für ländliche Entwicklung ein.

Bundesprogramm macht neue Projekte möglich

Allein 2017 gibt es im Haushalt des Bundes 55 Millionen Euro für das Bundesprogramm Ländliche Entwicklung (BULE) des BMEL – deutlich mehr als zuvor. Der Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ ist Teil von BULE. Das Bundesprogramm bietet neben der klassischen Förderung auch Unterstützung, um neue Konzepte und Ideen für das gute Leben auf dem Land auszuprobieren.