2. Dialogwerkstatt „Uckermark im Wandel“

Zuhören, nachfragen, austauschen!

Eine weitere Dialogwerkstatt wurde am vergangenen Freitag, den 12.05.2017 vom Förderverein Mensch-Natur-Umwelt-Uckermark e.V. ausgerichtet. Unter den 15 Teilnehmern waren auch neue Gesichter und Anliegen dabei.

Bei diesem zweiten Treffen wurde nach einer Begrüßung und Vorstellung des Ablaufes näher auf die Methode einer Dialog- bzw. Zukunftswerkstatt eingegangen. Ziel der Methode ist es, einen vom Alltagsgeschäft unabhängigen Austausch über das Selbstverständnis und die Identität der Region in Bezug auf ihre unterschiedlichen Handlungsfelder mit Bewohnern aus verschiedenen Bereichen und Vertreterinnen bzw. Vertretern aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft zu ermöglichen. Auf diese Weise werden Kompetenzen der einzelnen Akteure gebündelt und gezielt dort wirksam wo Optimierungsprozesse notwendig sind.

Als Grundlage der Werkstatt dient die Überzeugung, dass sowohl Identität als auch Qualität der Stadt Lychen in der Uckermark vielfältig und komplex sind – und dies als Voraussetzung für Kreativität und schöpferisches Potential gilt. Als lebendige, sich stets wandelnde Region lassen sich weder Identität noch Qualität einer Stadt endgültig festschreiben – Identität und Qualität sind in diesem Fall permanente und dynamische Prozesse. Dementsprechend besteht die Zielsetzung darin, eine Kultur zu entwickeln, in welcher der Austausch über das Selbstverständnis und die Identität der Region einen breiten, experimentellen und permanenten Raum bekommt. Als ein solcher Raum versteht sich die Zukunfts- und Dialogwerkstatt des Förderverein Mensch-Natur-Umwelt-Uckermark.

In der durchgeführten Themensammlung fanden Themen wie der öffentliche Nahverkehr, die Versorgung Lychens mit hochwertigen Lebensmitteln und der Mangel an (Fach)Ärzten und Ärztinnen ihren Platz. Aber auch die fehlenden Bademöglichkeiten in einer Stadt mit sieben Seen und das Potential eines praktizierten und nicht nur proklamierten nachhaltigen Tourismus wurden thematisiert. Ebenso die sich verändernde Bodenqualität und das dazugehörige Bienensterben bereitet einigen Teilnehmenden Sorge.

Nach Sammlung der umfangreichen Themen wird in weiteren Treffen an einer Bewältigungsstrategie gearbeitet. Ein Termin für ein nächstes öffentliches Treffen wird rechtzeitig bekannt gegeben.